Warum ich nur noch Sram XG-1190 Kassetten fahre

Warum ich nur noch Sram XG-1190 Kassetten fahre

Wer schon mal seine Kassette selbst wechseln oder einfach nur demontieren wollte, kennt das Problem wahrscheinlich. Der Lockring ist gelöst doch man bekommt die Kassette trotzdem nicht vom Freilaufkörper, weil sie noch bombenfest sitzt. Ich bin dabei ganz schön ins Schwitzen gekommen. Ich dachte, dass ich jeden Moment etwas zerstören würde. Ein Zipp Freilauf und darauf eine Shimano Dura-Ace Kassette. Egal was kaputt gegangen wäre, es wäre teuer geworden.
In diesem kurzen Beitrag erfahrt ihr warum ich nur noch Sram XG-1190 Kassetten fahre. (Link zu Sram)

Letzten Endes habe ich die Kassette dann irgendwann durch hin- und her drehen und ziehen vom Freilauf abbekommen.

Den Grund warum ich die Kassette nicht vom Freilauf bekommen habe, hat mich dann ganz schön genervt. Die Kassette hatte sich quasi in den Freilauf gefressen und somit einen Formschluss eingegangen. Ich bin weder in der Lage ständig 1000 Watt zu treten, noch bin ich diese Kombination aus Freilauf und Kassette über einen längeren Zeitraum gefahren. Vielleicht 2000 Kilometer. Solche Verschleißerscheinungen hatte ich in dieser Preisklasse nicht erwartet. Nicht nach 3 Monaten. Keine Ahnung, ob ich die Kassette nach mehreren Jahren überhaupt noch abbekommen hätte, ohne etwas zu zerstören.

Woher kommen die Kerben?

Ich habe mich gefragt woher die Kerben überhaupt kommen und ob ich bei der Montage etwas falsch gemacht habe. Aber kann man schon falsch machen? Der Freilaufkörper war eingefettet und die Kassette passt nur in einer Position auf den Freilauf. Das ganze habe ich mich dem empfohlenen Drehmoment angezogen.
Das Problem scheint nicht der Einbau selbst zu sein, sondern die Bauform der Dura-Ace Kassette bzw. die Bauform der meisten mit bekannten Kassetten. Die großen Ritzel bestehen aus Ritzelpaketen mit bis zu 3 Ritzeln. Wenn die Kette auf solch ein Ritzel geschaltet wird, verteilt sich die wirkende Kraft auf den Freilaufkörper auf einer größeren Fläche (ungefähr von drei Ritzeln). Bei den kleinen Zähnezahlen ist jedes Ritzel ein Teil für sich. Durch einen Distanzring wird der Abstand zum nächsten Ritzel gewährleistet. Wird die Kette auf solch ein kleines Ritzel geschaltet, wirkt die auftretende Kraft auf den Freilaufkörper also auf einer deutlich kleineren Fläche. Da das Ritzel alleinstehend ist. Auf dem Bild oben kann man die entstandenen Kerben im Bereich der fünf kleinsten Ritzel gut erkennen.

Die Lösung für mein Problem: Sram XG-1190

Ich hatte entdeckt woher die Kerben in meinem Freilauf kamen und überlegt wie ich sie in Zukunft vermeiden könnte. Im Internet versuchte ich herauszufinden wie andere mit dem Problem umgehen. Zusätzlich schaute ich mir Bilder von verschiedenen Kassetten Typen an. Am Schluss fand ich die XG-1190 aus der Red Serie von Sram. Diese Kassette besteht aus nur drei Teilen. Dem Grundkörper mit zehn Ritzeln, dem kleinesten Ritzel als extra Teil und dem Lockring. Die Formschlüssige Kraftübertragung findet nur im Bereich des größten uns des kleinsten Ritzels statt. Dazwischen ist sie glatt gefräst (siehe Bild). Die Flächen sind ausreichend groß, sodass ich kein Problem mehr mit Einkerbungen am Freilauf habe.

Fazit

Seitdem ich die Kassette auf meinen Zeitfahrrad fahre habe ich keine Probleme mehr bei der Demontage. Im Vergleich zu meinen Dura-Ace Kassetten ist sie sogar noch einige Gramm leichter. Preislich gesehen sind die Teile der Topgruppen normalerweise vergleichbar. Bei den Kassetten ist Sram jedoch nochmal ein gutes Drittel teurer als Shimano. Möglicherweise spart man sich dafür einen neuen Freilauf. Beim Klang hat Shimano ebenfalls die Nase vorn. Die 1190 kommt mir im Vergleich etwas lauter vor.
Ein weiterer Vorteil ist, dass die Antriebskomponenten von Sram anders beschichtet sind als beispielsweise Shimano, was die Teile durch ihren Glanz immer etwas sauberer aussehen lässt. Ich lege darauf sehr viel Wert. An einem coolen Bike zählt jedes Detail und dreckige verölte Ketten sehen grausam aus.

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